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Europas Gemüsegarten in Spanien

by De Meo Alessio

Pages 4 and 5 of 21

Europas Gemüsegarten in Spanien
Eine Präsentation von
Alessio De Meo
Gliederung
1. Leitfrage
2. Geographische Lage
3. Klimatische Verhältnisse
4. Geschichte und Entwicklung
5. Wirtschaftsregion Almería
6. Wasserverbrauch im Gemüseanbau
7. Auswirkungen der Intensivlandwirtschaft
8. Zukunftsprognose
9. Lösungsansatz - Tröpfchen Bewässerung
10. Lösungsansatz - Meerwasserentsalzung
11. Beantwortung der Leitfrage
12. Fazit
13. Quellen
Leitfrage
Weshalb beeinflusst der Gemüseanbau in der Provinz Almería die Grundwasservorräte ?
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Geographische Lage
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Die Provinz Almería ist eine von acht Provinzen der autonomen Region Andalusiens in Südspanien und liegt im Südosten der Iberischen Halbinsel am Mittelmeer.
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Provinz Almería
Einwohner  701.688
Bevölkerungsdichte 80 Einw./km²
Fläche  8.774 km²
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Landwirtschaftlich genutzte Fläche 35.000 Hektar = 350 km²
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Quelle: Nationales Institut für Statistik (INE) - 2014
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Klimatische Verhältnisse
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In der Provinz Almería herrscht wüstenähnliches und mediterranes Klima. Es regnet sehr selten in dieser Region, der Himmel ist meistens leuchtend blau und wolkenlos. Im Sommer und Herbst werden Temperaturen weit über 30°C erreicht und auch im Winter herrscht viel Sonnenschein und Tagestemperaturen die nicht unter 13°C fallen. Die Provinz Almería eignet sich aufgrund Ihrer klimatischen Verhältnisse optimal zum ganzjährigen Anbau von Gemüse.
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Quelle: Dierke 360°
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Geschichte und Entwicklung
Anfang der 60er-Jahre wurde die unbedeutende Provinz als „Wunder von Almería“ bekannt. Die spanische Regierung begann mit der Subventionierung der Wasserversorgung und dem Aufbau von Gewächshäusern. Bauern aus den umliegenden Bergen wurden aufgefordert, in die Ebene zu ziehen.
Im Laufe der Jahre wurde, vor allem durch finanzielle Förderungen der EU, ein riesiges Plastik-Meer, das „mar del plastico“, auf einer Fläche von 350 Quadratkilometern aufgebaut. In den 32.000 Gewächshäusern werden jährlich 2,8 Millionen Tonnen Obst und Gemüse produziert. Diese Masse kann nur mittels moderner technischer Anlagen erzielt werden. Die Anlagen ermöglichen bis zu fünf Ernten pro Jahr.
Wirtschaftsregion Almería
Der Gemüseanbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für die Provinz Almería, es schafft mehr als 50.000 Arbeitsplätze. Die Landwirte sind die bedeutendsten Obst- und Gemüselieferanten der Europäischen Union. Millionen Tonnen von Tomaten, Paprika, Gurken, Avocados oder Erdbeeren werden in andere Länder exportiert – ein Drittel davon nach Deutschland.
Wasserverbrauch im Gemüseanbau
Der Gemüseanbau in Almería verschlingt pro Jahr gigantische Mengen an Wasser. Im gesamten Anbaugebiet von 35.000 Hektar werden pro Jahr eine Menge von ca. 223 Milliarden Litern Wasser verbraucht.
Der Wasserverbrauch am Beispiel einer Tomate
Die Tomate als besonders wasserbedürftige Pflanze braucht in Almería im Schnitt 13 Liter bis zur Reife. Alleine für den Anbau von Tomaten unter Plastik werden pro Jahr und Hektar 6,3 Millionen Liter Wasser verbraucht.
Virtuelles Wasser im Einkaufskorb
Auswirkungen der Intensivlandwirtschaft
auf das Grundwasser
Durch den intensiven Gemüseanbau in Almería sind die Grundwasservorkommen in der Region stark übernutzt. Dadurch, dass so wenig Niederschlag fällt, wird mehr Wasser abgepumpt als durch Regen wieder neu hinzukommt.

In Folge davon trocknen die Böden, Seen und Flüsse aus und es kann zu wüstenartigen Landschaften kommen.
Auswirkungen der Intensivlandwirtschaft
auf das Grundwasser
Die Übernutzung des Grundwassers verschlechtert die Qualität des Grundwassers.
Meerwasser kann leichter in die sogenannten Grundwasserleiter eindringen, durch die sonst das Grundwasser fließt. Dies schädigt die umliegenden Ökosysteme, da sie nicht auf salzhaltiges Wasser ausgelegt sind und zerstört diese somit. Über kurz oder lang führt dies zu einem ökologischen Kollaps!
Normalerweise hält der Druck des Süßwassers den Rand des Salzwasserkörpers in einer gewissen Entfernung vor der Küste jedoch eine übermäßige Entnahme von Grundwasser verringert den Druck und bewirkt dass unkontrolliert Salzwasser landeinwärts vordringen kann.
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