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Bertha von Suttner Teil 2 Georgien

by c.rauchegger@tirol.com

Pages 4 and 5 of 19

Tiflis 1837, Gemälde des russischen Dichters Michail Lermontov
Teil 2
Georgien
Hochzeitsreise? Exil?
Odessa
Galati
Poti
Batumi
Die 33 Jahre alte Bertha Baronin von Suttner, geborene Kinsky und ihr 26 Jahre alter Ehemann Arthur Gundaccar Baron von Suttner reisten 1876 nach Georgien.

Zuerst mit dem Schiff auf der Donau von Wien nach Galati in Rumänien . Dann ging es mit der Kutsche nach Odessa und schließlich wieder mit dem Schiff über das Schwarze Meer nach Poti, der Hafenstadt in Mingrelien.
Bertha hatte Prinzessin Ekaterina Dadiani von Mingrelien bereits 1864 als 20-Jährige im Kurort Bad Homburg kennengelernt und war von ihrer Bildung und Schönheit begeistert gewesen.
Gemälde von Franz Xaver Winterhalter: Prinzessin Ekaterina Dadiani von Mingrelien, 1850er Jahre
Ihr seid in Mingrelien herzlich willkommen.
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4. Zugdidi, Hauptstadt von Mingrelien
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3. Gordi - Sommerresidenz der Fürstin
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Mingrelien - ein kleines, südkaukasisches Fürstentum
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1. Ankunft in Poti
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2. Kutais (Kutaissi)
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Orte, in denen die Suttners in Mingrelien und Georgien lebten.
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5. Tiflis (Tibilisi) Hauptstadt Georgiens
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In Mingrelien und im angrenzenden Georgien blieben Bertha und ihr Ehemann neun Jahre. Sie zogen in dieser abenteuerlichen Zeit auch mehrmals um.
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Nikoloz Niko Dadiani war der letzte Fürst von Mingrelien. 1867 übergab er sein Land an Russland. Er lebte hauptsächlich in St. Petersburg und war Offizier der russischen Armee. Nur wenige Wochen im Sommer verbrachte er mit seiner Mutter in Gordi.

Bertha und Arthur hofften, dass er ihnen eine hohe Stellung am Hof des Zaren vermitteln würde. Doch daraus wurde nichts.

Enttäuscht mussten die Suttners feststellen, dass ihre Freunde ihnen nicht helfen wollten oder konnten.
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Von mir könnt ihr nichts erwarten.
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Porträt von Niko Dadiani in der Uniform eines russischen Offiziers Ende des 19. Jahrhunderts. Er ist der Sohn von Fürstin Ekaterina.
Bertha und Arthur zogen nach Kutais, dort mussten sie Geld verdienen. Bertha unterrichtete Musik und Französisch, Arthur gab Deutschstunden.
Foto von Kutais um 1870. Fotograf: Vladimir Barkanov.
Gymnasium in Kutais. Die Ansichtspostkarte wurde am 19. Mai 1912 nach Wien gesandt. Die Aufnahme entstand kurz nach der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert . Photographen waren immer noch eine Seltenheit. Die abgebildeten Personen blicken daher direkt in die Kamera.
Der Russisch-Osmanische Krieg 1877-1878
1877 erklärte Russland dem Osmanischen Reich den Krieg. Die Suttners standen auf Seiten Russlands. Ihre spätere Antikriegshaltung war damals noch nicht erkennbar.
Gemälde von Theodor Horschelt, georgischer Soldat.
Gemälde des Antikriegsmalers Wassili Wereschtschagin:
Das Schlachtfeld am Shipkapass, Bulgarien, 1878.
Der Maler Wassili Wereschtschagin war in Österreich und Deutschland sehr bekannt und geschätzt. Bertha von Suttner traf später in Wien mit ihm zusammen. Seine Bilder beeinflussten ihre Beschreibung von Schlachtfeldern in späteren Romanen.

Die Suttners begannen ihre schriftstellerische Tätigkeit.
1882, nach dem Tod von Fürstin Ekaterina, zog das Ehepaar von Mingrelien nach Tiflis, der Hauptstadt Georgiens. Die Stadt hatte damals 100.000 EinwohnerInnen. Rund 70 Sprachen wurden in Tiflis gesprochen.
Arthur verdiente Geld als Tapetenzeichner, Holzhändler, Verwalter, Baumeister und Nachhilfelehrer.
Ansichtskarte von Tiflis, 1901
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