Book Creator

Louisas steiniger Weg ins Glück

by Shila Passdar

Pages 2 and 3 of 14

Louisas steiniger Weg ins Glück
aktives Hörbuch - Shila Passdar
Loading...
Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit eine Prinzessin namens Louisa. Sie lebte als Einzelkind mit ihrem Vater in einem großen Palast auf der größten Insel der Welt, namens Genovien. Der Palast war auf einem kleinen Berg errichtet und von tiefen Wäldern umgeben. Louisa war 16 Jahre alt. Sie fühlte sich oft alleine, hatte wenig Freunde und ein großes Geheimnis.
Loading...
Loading...
Loading...
Prinzessin Louisa lebte ein Leben, wovon die meisten nur träumen können, mit vielen Kleidern, großartigem Essen und all den anderen guten Sachen, die ein Prinzessinnenleben so ausmacht. Aber was war denn nun ihr großes Geheimnis? Prinzessin Louisa wollte keine Prinzessin mit schicken Kleidern oder tollen Schuhen sein. Sie ging am liebsten jagen, spielte gerne Fußball und machte all die Sachen gerne, die eigentlich Prinzen in ihrem Alter so taten.
Ihre Vorlieben dafür machten ihr Leben sehr kompliziert, weil ihr Vater, der König von Genovien, bald den Thron an seine Tochter weitergeben will.
Loading...
Für den König ist Prinzessin Louisa sein größter Schatz, auf den er unendlich stolz ist. Deshalb glaubt Louisa, es wird langsam an der Zeit sein, ihrem Vater die Wahrheit zu erzählen. Sie möchte ihm sagen, dass sie nicht mehr Prinzessin Louisa sein möchte....Sie will Prinz Louis sein und mit diesem Namen den Thron übernehmen.
Es ist der Tag vor ihrem 17. Geburtstag an dem Prinzessin Louisa ihren ganzen Mut zusammennimmt und an seine Türe klopfte.
Ängstlich sagte sie zu ihm: " Papa ich weiß, dass ich deine Prinzessin bin und du stolz auf mich bist, aber ich muss dir beichten, dass ich ein Geheimnis mit mir trage."
Der König antwortete gespannt: "Na sag schon, Louisa, was ist denn los?"
"Ich möchte nicht mehr deine Prinzessin Louisa sein. Ich möchte lieber ein Prinz sein, mit allem, was dazu gehört...als Prinz Louis", sprach die Prinzessin leise.
Der König verstummte und wurde rot vor lauter Zorn. Er sagte zu ihr:"Du kannst niemals ein Prinz werden. Du bist Prinzessin Louisa von Genovien und wirst als Königin auf meinen Thron folgen. Du musst schön sein, brav sein und alle anderen Dinge machen, die Prinzessinnen den ganze Tag so machen. Du kannst doch nicht mal 3 Tage in der Wildnis alleine überleben."
Louisa wurde wütend schmiss mit einem Glas um sich und schrie:" Warum kannst du mich nicht einfach so akzeptieren, wie ich bin. Du solltest mich lieben egal ob Junge oder Mädchen."
Der König fing an nachzudenken und sprach:" Gut mein Kind, ich bringe dich fort. Kehrst du bis zu deinem 18. Geburtstag gesund und unverletzt zurück in den Palast, darfst du meine Nachfolge antreten. Ich werde dir die Krone übergeben und du darfst Genovien als König Louis regieren. Schaffst du es nicht, dann bleibe fort. Dann würdest du mir nur Schande bereiten."
Am nächsten Tag brach Louisa mit nur einem Messer, einer Flasche Wasser und den Soldaten ihres Vaters auf. Sie hatten eine lange Fahrt vor sich. Prinzessin Louisa schlief auf der Fahrt ein, nach einer Woche Kutschenfahrt waren sie angekommen. In einem tiefen Wald wurde die Prinzessin aus der Kutsche geworfen und ihrem Schicksal überlassen.
Die ersten Tage, die sie alleine in der Wildnis verbrachte, war sie traurig, einsam und ratlos. Aber der Gedanke, an ihrem nächsten Geburtstag als Prinz Louis den Thron zu besteigen, gab ihr so viel Kraft, dass sie sich einen Plan schmiedete und die Heimreise antreten wollte. Zuerst marschierte sie tagelang in eine Richtung in der Hoffnung ein Dorf zu finden, wo sie Leute nach dem Weg fragen könnte.
Viele Nächte vergingen und der Wald, in dem sie war, nahm kein Ende. Aber plötzlich hörte sie lautes Poltern. Sie freute sich und rannte los. Endlich hatte sie ein Dorf gefunden. Die Menschen dort nahmen sie auf und gaben ihr etwas zu essen und trinken. In dem Dorf konnte sie sich gut ausruhen. Dort gefiel es ihr so gut, dass sie einige Zeit dort verweilte. Aber ihr Ziel, nach Hause zu kommen, hatte sie nie aus den Augen verloren und so zog sie eines Tages weiter.
PrevNext