Book Creator

Medienbildung

by Sandra Martine

Cover

Loading...
Der Pferdezüchter
Loading...
Loading...
oder
Loading...
Wie funktioniert Vererbung?
Die Kinder einer sechsten Klasse machen einen Ausflug auf einen Pferdehof und sehen auf einer Weide ein aussergewöhnliches Pferd in einer Herde von braunen Pferden stehen. Es hat silberfarbenes Fell und eine rötliche Mähne.
Noch nie haben sie ein solches Pferd gesehen und sie fragen sich, wie dieses Pferd so eine besondere Fellfarbe haben kann. Der Besitzer des Hofes erklärt stolz, dass dies ein Perlino sei, den er selbst gezüchtet habe.
Möchtet ihr erfahren, wie er das geschafft hat?
Ja?
Dann machen wir einen kleinen Ausflug in die Vererbungslehre.
Hast Du Dich schon einmal gefragt, wieso Kinder ihren Eltern ähneln? Warum hast Du die blauen Augen von Mama geerbt? Und warum hat Dein Bruder die brauen Augen von Papa?
Die Erbinformationen, die Du von Deinen Eltern bekommst, heissen Gene. Von jedem Gen bekommst Du eines von Deinem Vater und eines von Deiner Mutter. Aber ob Du dann die blauen oder die braunen Augen erbst, ist abhängig von Vererbungsregeln.
Einer der berühmtesten Forscher, der die ersten wichtigen Vererbungsregeln erkannt hat, war Gregor Johann Mendel. Er war ein Mönch, der sich für Biologie und Mathematik interessierte. Beim Züchten von Erbsen erkannte er erste grundlegende Regeln für die Vererbung bestimmter Merkmale von Generation zu Generation. Er stellte fest, dass sich einige Merkmale stärker durchsetzen (sich dominant vererben) als andere Merkmale (die sich rezessiv vererben).
Gregor Mendel stellte folgende Regeln auf:

1. Die Uniformitätsregel

Kreuzt man zwei Individuen einer Art, die sich in einem Merkmal unterscheiden, aber jeweils reinerbig sind (d.h. von beiden Elternteilen das gleiche Gen geerbt haben), dann sind ihre Nachkommen in der 1. Nachwuchsgeneration in diesem Merkmal alle gleich.
Grossbuchstabe = dominantes Merkmal (z.B. A = braune Augen)
Kleinbuchstabe = rezessives Merkmal (z.B. b = blaue Augen)

Hier hätten alle Nachkommen braune Augen, weil braune Augen dominant gegenüber blauen Augen vererbt werden.
2.Spaltungsregel

Kreuzt man die Individuen der ersten Nachwuchsgeneration (mischerbig = mit jeweils einem Gen für zwei verschiedene Merkmale) miteinander, dann spalten sich die Merkmale der Nachkommen der zweiten Nachwuchsgeneration in einem dominant-rezessiven Erbgang im Verhältnis 3:1 auf (d.h. drei Braunäugige im Verhältnis zu einem Blauäugigen). Die Wahrscheinlichkeit für das Merkmal bb (=blaue Augen)
liegt also bei ¼.
PrevNext