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Reformpädadogik GS Pfatten

by Voltolini, Isabella

Pages 4 and 5 of 16

Reformpädagogik
Wie wird an der GS Pfatten gearbeitet?
Alternative Unterrichtsformen
An der GS Pfatten findet der Unterricht stufenübergreifend statt. Dies bedeutet, dass in einer Lerngruppe mehrere Schulstufen vertreten sind.
Die Schüler werden in eine Unterstufe und eine Oberstufe eingeteilt.
Die Unterstufe setzt sich aus den Klassen 1, 2 und 3 zusammen, wobei in den meisten Fächern die 1. Klasse eine Gruppe und die 2. und 3. Klasse eine zweite Gruppe bilden. In der Oberstufe hingegen befinden sich die Klassen 4 und 5.

Der klassische Frontalunterricht kann aus diesem Grund selten als geeignete Unterrichtsform eingesetzt werden.

Dafür eignen sich besonders alternative Unterrichtsmethoden nach reformpädagogischen Vorsätzen wie z.B. das Arbeiten nach einem Wochenplan oder die Erarbeitung von frei gewählten Themen. Zum Unterricht gehören unter anderem auch das Schreiben vom "Wort der Woche", das Abhalten von wöchentlichen Klassenräten sowie regelmäßige Lernentwicklungsgespräche.

Die Schüler dürfen zudem meist selbst entscheiden, wo sie ihre Aufgaben gerne erledigen möchten. So haben sie die Möglichkeit, sich in der Klasse aufzuhalten, sich zu den Einzelbänken im Gemeinschaftsraum zu setzen oder auch mit den Matten am Boden zu arbeiten.

Eigenständigkeit und Selbstbestimmung gehören zu den Erziehungsvorsätzen dieser Schule.
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Klassenrat
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Einmal pro Woche findet im Plenum der Klassenrat statt. Schüler aus allen Schulstufen beteiligen sich aktiv.

Hier werden Anliegen und Konflikte besprochen, gemeinsame Lösungen gesucht und Informationen an die Schulgemeinschaft weitergegeben.

Beim Klassenrat gibt es unterschiedliche Rollen, die wöchentlich neu vergeben werden.

Vorsitzender: führt die Tagesordnung und leitet die Diskussion
Regelwächter: achtet darauf, dass die Klassenregeln eingehalten werden
Zeitwächter: achtet darauf, dass die Zeiten eingehalten werden
Protokollant: schreibt Anliegen und Beschlüsse auf

Schüler aus allen Schulstufen dürfen die unterschiedlichen Rollen übernehmen.

Die besprochenen Themen werden in einem Protokoll festgehalten, um eventuell zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen oder überprüft zu werden.

Ziel des Klassenrates ist es, die Schüler zur Demokratie zu erziehen, sodass sie sich ihrer Rechte und Pflichten innerhalb der Schulgemeinschaft bewusst werden.
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Nach den Rahmenrichtlinien der Grund- und Mittelschule in Südtirol hat der Klassenrat folgende Ziele (S. 29):

Die Schülerin, der Schüler
• erkennt Merkmale von Demokratie im eigenen Lebensumfeld und zeigt Demokratiebewusstsein,
• setzt sich mit verschiedenen Meinungen auseinander,
• kann die eigene Meinung angemessen begründen und vertreten und sich in partizipativen Prozessen einbringen,
• erkennt den Sinn und Zweck von Regeln für das menschliche Zusammenleben,
• entwickelt ein Bewusstsein für Recht und Unrecht,
• kennt die Rechte von Kindern und fordert diese angemessen ein,
• lernt, wie Kinder demokratisch Einfluss nehmen können,
• kennt die Pflichten von Kindern und nimmt diese wahr
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Lernorganisation
Ein besonderes Augenmerk legt die Schule auf das Anregen zum eigenverantwortlichen Lernen der Schüler.
Dies bedeutet konkret:
- die eigenen Schulmaterialien zu organisieren,
- den Wochenplan selbstständig zu erlesen,
- frei über die Reihenfolge der Übungen entscheiden zu dürfen und
- Erledigtes abzuhaken.

Dazu gehört außerdem die zeitliche Einteilung der Aufgaben und die Einschätzung der eigenen Arbeitszeiten.

Die unterschiedlichen Altersstufen und Kompetenzen der Schüler fördern die gegenseitige Unterstützung und ermöglichen die jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen.
Dabei kann jeder Schüler die eigenen Stärken einbringen.

Um die Selbstreflexion der Schüler anzuregen werden regelmäßig Lernentwicklungsgespräche über ihr Lern- und Arbeitsverhalten geführt. Damit will man den Kindern die Verantwortung über das eigene Lernen näherbringen.
Wochenplan
Schüler aller Schulstufen arbeiten in verschiedenen Fächern nach einem Wochenplan. Auf dem Wochenplan werden die Übungen festgehalten, die sie im Laufe einer Woche erledigen müssen. Zusätzlich dürfen sie sich selbst Übungen aussuchen und während der verbliebenen Zeit erledigen.

Je nach Schulstufe und Lernstand stehen den Schülern verschiedene Übungen zur Verfügungen, die für sie frei zugänglich sind.
Übungen aus dem Wochenplan der 1. Klasse
Wochenplan und Übungen
der ersten Klasse
Regal mit Übungen
Arbeit mit dem Verbstammbaum
Wort der Woche
Jede Woche suchen sich die Schüler ein Wort aus und schreiben dazu einen kurzen Text. Der Text wird gemeinsam mit einer Lehrperson korrigiert. Anschließend tippen die Schüler ihren Text am Computer ab und drucken ihn aus.
Das Blatt wird von den Schülern noch gestaltet.
Jeder Schüler entscheidet selbst, welche Textsorte er hier erzeugen will und wie lange der Text werden soll.

Die Lehrperson sammelt die Texte und bindet sie zu kleinen Heften, je nach Textlänge und Schwierigkeit.

Somit stehen den Schülern verschiedene Lesetexte in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung.
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